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Antibiotika – Forschung ist notwendig

Der politische Arm der aktiven Zivilgesellschaft in Europa

Antibiotika – Forschung ist notwendig

Antibiotika. The Dreamers | Partei der Rebellen. der politische Arm der aktiven Zivilgesellschaft in Europa.

Antibiotika – Forschung und Alternativen

Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Seed & Food sowie anderen Supportern und vor allem Sponsoren wird unsere Partei ab März 2022 die bislang marktbeherrschenden Institute und Pharmakonzerne unterstützen und sich für die Erforschung von Alternativen zu den üblichen Antibiotika einsetzen. Vor diesem Hintergrund ist die bisherige Forschung sowie die Erfahrung im Bereich der Rotalgen des Forschungsinstituts wichtig. Dieser Bereich wird re-aktiviert werden. Gemeinsam mit weiteren Sponsoren und Investoren wird unsere Partei sich auch für Vorhaben und Methoden stark machen, die dafür sorgen, dass Antibiotika in der Massentierhaltung deutlich eingespart werden können und damit die Gefahr der weiteren Erstarkung Multiresistenter Keime verhindert wird. Hierzu bestehen derzeit Verhandlungen mit potentiellen Partnern und wird intern bereits das Projekt unter dem Arbeitstitel Aesculapius skizziert. Mehr als 1,2 Millionen Menschen auf der Welt starben 2019 einer Schätzung zufolge unmittelbar an einer Infektion mit einem Antibiotika-resistenten Erreger. Bei fast fünf Millionen Todesfällen war eine solche Infektion demnach mindestens mitverantwortlich für den Tod, berichtet eine internationale Experten-Gruppe im Fachmagazin „The Lancet“. Antibiotika-Resistenzen gehörten so gesehen zu den häufigsten Todesursachen weltweit.

Es sieht nicht gut aus

Die Lobbyisten der Agrar- und Pharmaindustrie haben sich wieder einmal und zu Lasten der Gesundheit der Zivilgesellschaft durchgesetzt: Die Mehrheit des Europaparlaments sieht keinen Handlungsbedarf: Reserveantibiotika sollen auch künftig breitflächig in der Tiermast eingesetzt werden können. „Es ist ein schlechter Tag, wirklich ein ganz schlechter Tag für die Humanmedizin“, sagt Martin Häusling sichtlich enttäuscht von der Abstimmung. Er hatte für die Grünen-Fraktion einen Antrag für strengere Antibiotika-Regeln in der Tiermast eingebracht. Das Ergebnis der Universität Greifswald über einen Feldversuch bestätigt erneut ein großes Problem: Auf vielen Fleischstücken finden sich resistente Keime, bei denen also bestimmte Antibiotika nicht mehr wirken. Von den insgesamt 62 Proben waren 19 damit belastet – also knapp ein Drittel. Solche Bakterien können auf verschiedenen Wegen von Tieren zu Menschen – oder auch umgekehrt – übertragen werden. Wie viele Infektionen bei Menschen durch resistente Keime von Tieren verursacht werden, ist allerdings unklar. Prinzipiell bestehe aber „immer eine Übertragungsgefahr“, sagt die Mikrobiologin Katharina Schaufler von der Universität Greifswald, die das Geflügelfleisch untersucht hatte.

Und wird auch nicht besser

Obwohl die zunehmende Ausbreitung resistenter Keime als eine der größten globalen Gefahren gesehen wird, stoppen Pharmaunternehmen die Forschung an neuen Antibiotika. Das zeigen Recherchen des NDR. Dem Sender bestätigte nun auch der größte Gesundheitskonzern der Welt, die Firma Johnson & Johnson, dass sich derzeit bei ihnen „keine weiteren Antibiotika in der Entwicklung“ befänden. Zuletzt hatten sich die Branchenriesen Novartis und Sanofi 2018 sowie AstraZeneca Ende 2016 aus der Antibiotikaforschung verabschiedet. Erst 2016 haben sich etwa 100 Unternehmen zusammengeschlossen und eine „Industrie-Allianz“ („AMR Industry Alliance“) zum Kampf gegen die Resistenzen gegründet. Die NDR -Recherchen zeigen, dass fast die Hälfte der Firmen, die unterzeichnet und damals zu Antibiotika geforscht haben, mittlerweile nicht mehr in dem Bereich aktiv ist. Die Großkonzerne Pfizer und Allergan entwickeln nach Einschätzung von Branchen-Insidern ebenfalls keine neuen Antibiotika-Wirkstoffe, obwohl auch sie Mitglieder der „AMR Industry Alliance“ sind.

Eher schlimmer

Ein Mann fällt in einen Bach, ertrinkt fast. Im Klinikum finden die Ärzte multiresistente Erreger in seiner Lunge. Kurz darauf stirbt der Mann. Die genaue Todesursache bleibt ungeklärt. Klar ist aber: Nach dem Todesfall untersucht das Gesundheitsamt das Bachwasser und entdeckt tatsächlich gefährliche, resistente Keime. Diese Meldung aus Frankfurt vom vergangenen Frühjahr war der Anlass für eine monatelange Recherche und eine Reise quer durch Niedersachsen. Journalisten der NDR Sendung Panorama – die Reporter wollten wissen, ob möglicherweise auch hier solche Keime in Gewässern zu finden sind. „Das ist wirklich alarmierend“, sagt der Antibiotika-Experte Dr. Tim Eckmanns vom Robert-Koch-Institut zu den Funden. „Die Erreger sind anscheinend in der Umwelt angekommen und das in einem Ausmaß, das mich überrascht.“ Klar war zwar bislang, dass Antibiotika-resistente Erreger in der Umwelt zu finden sind und sich dort ausbreiten können. Wie stark Gewässer belastet sind, ist allerdings weitgehend unbekannt, da es bislang keine systematischen Kontrollen auf solche Erreger gibt.

Wieder einmal wird deutlich: 1. Für Politikentscheider zählt Geld, nicht das Gemeinwohl und 2. Pharmakonzerne sind nur sich selbst und nicht der Zivilgesellschaft gegenüber verpflichtet sowie 3. Gemeinwohl, Ethik, Zukunftsorientierung, Verantwortungsbewusstsein sind mehrfach und deutlich getrübt bei den Marktteilnehmern im Gesundheitswesen. Es gebe ein Marktversagen, sagt Brönstrup, und damit ein großes Problem im System, das ihm auch Sorgen bereite. Mark Brönstrup sucht am Helmholtz-Zentrum in Braunschweig nach Naturstoffen, aus denen Antibiotika entwickelt werden können. Es seien zwar wichtige Initiativen angestoßen worden, um neue mögliche Wirkstoffe zu finden – vor allem im Bereich der Grundlagenforschung. Aber das reicht seiner Ansicht nach nicht aus. Und es sei wichtig, dass die Förderung der Forschung auch konstant weiter laufe, sagt Brönstrup. Denn die Suche nach neuen Antibiotika höre im Gegensatz zu Mitteln gegen andere Krankheiten nie auf. Denn die Bakterien werden immer wieder resistent werden, auch gegen neue Medikamente.

Unsere Lösungen

Auch und gerade deshalb setzt unsere Partei bei diesem Punkt an und wird sich sehr aktiv in diesen Mart einbringen. Dabei steht nicht nur die Suche nach Lösungen für die eben beschriebenen Szenarien im Fokus. Wir wollen zudem damit erreichen, dass in der Massentierhaltung Verbesserungen durch Minderung des Kraftfuttereinsatzes und der Vermeidung der Gabe von Antibiotika eintreten. Zudem müssen Lösungen in der Trinkwasseraufbereitung gefunden werden. Kommunale Kläranlagen filtern eben keine Multiresistenten Keime aus unserem Trinkwasser, so dass die Zivilgesellschaft permanent diesem Risiko ausgesetzt ist. Für dieses sehr komplexe Projekt Aesculapius suchen wir einerseits Sponsoren, die sich nicht scheuen, mit uns gemeinsam an den Elfenbeintürmen der Pharmakonzerne und Futtermittelhersteller kräftig zu rütteln. Andererseits suchen wir Aktivisten, die etwas gegen Massentierhaltung haben und gemeinsam, gestärkt mit uns und unseren Supportern dieses furchtbare System verändern wollen. Und wir suchen Studenten, die hier die Chance auf eigene Publikationen durch Mitarbeit erkennen, sich bei diesem wichtigen Thema engagieren und die ihren CV mit der Abfassung von Studien aufwerten möchten:

 

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